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| 07. Januar 2012 |
Jahreshauptversammlung
17:00 Uhr "RIND" Rüsselsheim
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| Juni/Juli 2012 |
geplant:
"Afrikanische Nacht" Festung Rüsselsheim
im Rahmen "Kultur im Sommer 2012"
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| Vereinssitzungen im "Rind" in Rüsselsheim |
Wir treffen uns regelmäßig im Kulturzentrum "das rind" zur Vorstandssitzung am ersten Samstag im geraden Kalendermonat in Rüsselsheim um 17 Uhr.
www.dasrind.de
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| Nachruf |
Unser Förderverein Partnerschaft C. R. Kafountine hat einen seiner Gründer verloren. Im Alter von 60 Jahren starb der Königstädter Arnim Cramer an den Folgen eines Herzleidens.
Cramer war die treibende Kraft für die Gründung des Vereins, der eigenständig direkte Projektförderung im Sinne der Entwicklungshilfe betreibt. Wir werden Arnim vermissen und in seinem Gedenken versuchen, stets seine Idee weiter zu führen.
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| Wer wir sind |
| Unsere Mitglieder kommen aus Deutschland, Senegal und anderen Nationen. Jährlich bei der Afrikanischen Nacht treffen wir zusammen. |
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Wir sind eine Gruppe von Menschen, denen insbesondere die Landgemeinde Kafountine im Süden des Senegal ans Herz gewachsen ist, weil uns persönliche Erfahrungen damit verbinden. Einige von uns haben Kafountine auf ihren Reisen lieben gelernt, einige stammen von dort. So pflegen wir einen ständigen Austausch mit unserer Partnerstadt.
- Vorsitzende:
Anna Paulszewski
Königstädter Str. 44
65428 Rüsselsheim
Tel. 06142 6039188
info@kafountine.net
- stellv. Vorsitzende: Berit Herger, Mainz
- Kassenwart: Wilhelm Clemens, Rüsselsheim
- Schriftführer: Karl Wiluhn, Frankfurt/M
Unsere Projektverantwortlichen:
Yao Diabang, Frankfurt/M
Monika Henrich, Frankfurt/M
Dominik Brötz, Rüsselsheim
Mardi Dieme, Frankfurt/M
uvm.
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| Die Region Kafountine und der gleichnamige Ort |
| Senegal hat die Form eines Hufeisens, das den Staat Gabia umschließt. Der südliche Teil nennt sich Casamance und ist eine sehr ländliche Region. An der Küste unweit von Gambia liegt Kafountine. |
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Die Reise dorthin gleicht noch immer einem kleinen Abenteuer, weil die Straßen nach der Regenzeit oft schlecht und die Autos nicht besser sind. Aber die lebhaften Menschen und die eindrucksvolle Natur lassen einen das rasch wieder vergessen. Naturwunder wie meterdicke Baobab-Bäume, steppenartige Landschaften, roter Sand und türkisfarbener Himmel sind faszinierende Eindrücke. Das Land ist gnadenlos flach und scheint von endloser Weite.
Der Küstenort Kafountine profitiert von seinem Fischerhafen. Die Piroggen bringen täglich frischen Fisch vom Atlantik oder aus den Bolongs mit ihrem Brackwasser. Dadurch wird Kafountine zu einem kleinen Handelsplatz.
Die gleichnamige Region Kafountine - das comunité rural - umfasst mehrere Orte und Inseln, die im Delta des Casamence-Flusses liegen. Die Provinz-Hauptstadt der Casamance ist Ziguinchor, die in etwa drei Stunden mit dem Buschtaxi zu erreichen ist.
Bei aller Idylle darf man nicht vergessen, dass die Casamance in den neunziger Jahren bis 2003 von heftigen Unruhen erschüttert wurde. Es nahm nicht die Ausmasse eines Bürgerkrieges an, aber es kam immer wieder zu Überfällen durch Rebellen in den Dörfern. Offiziell ging es um die Unabhängigkeit der Casamance von Dakar. Vor Ort aber ging es häufig um Plünderung und Vergewaltigung.
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| Unser Motto |
| Bildung vor Ort verfügbar machen und eine bessere Zukunft mitgestalten! |
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Wir unterstützen Arbeits- und Bildungsprojekte im südlichen Senegal. Auch Kinder ärmerer Familien brauchen die Chance, eine Schule zu besuchen. Wir kooperieren mit regionalen Initiativen, die vor Ort ins Leben gerufen wurden, um die Akzeptanz der geförderten Projekte in der Bevölkerung sicher zu stellen.
Der Verein wurde gegründet mit der Absicht, durch kleine Projekte die Infrastruktur vor Ort zu verbessern. Am naheliegendsten war es, der Schule mit auf den Weg zu helfen.
Für die Kinder ärmerer Familien ist oft schon das Schulgeld ein Problem. Wenn dann im Umkreis von 80 Kilometern keine weiterführende Schule existiert, bedeutet das wieder Kosten, denn die Kinder müssen bei Freunden oder Verwandten untergebracht werden. Oder sie gehen nicht zur Schule.
Die Region Kafountine bietet keine großen Einnahmemöglichkeiten. Der Tourismus ist gering, Handwerk wird schlecht bezahlt, kreative Tätigkeiten wie Musik werden meist unentgeltlich geleistet. Bildung ist hier die Chance.
Schreiben, Rechnen, Hygiene und Gesundheit sind wichtige Themen auf dem Stundenplan. Aber auch Sprachen sind wichtig. In der Casamance leben über 15 Ethnien, von denen jede eine eigene Sprache spricht. Einige haben dieselben Wurzeln, andere nicht.
Insbesondere für Mädchen ist es ein entscheidender Vorteil, wenn sie in der Schule Französich lernen. So können sie sich über die Stammessprache hinaus verständigen und am öffentlichen Leben teilnehmen.
Deshalb engagieren wir uns für Schulprojekte in Kafountine.
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| Kleine Chronik |
| Unsere Meilensteine in der Vereinsarbeit sind ... |
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2008 - Einweihung der neuen Grundschule in Kafountine
- Erstmals steht das Opelbad für die Afrikanische Nacht zur Verfügung, das Konzert wird ein dreitägiges Festival
2006 - der Fördermittelantrag der Projektkoordinatoren aus Kafountine, den der Verein weitergeleitet hat, wird bei BENGO eingereicht
- Beginn der Spendensammlung zum Aufbau der Grundschule in Kafountine
2004 - Einweihung der Mittelschule in Kafountine
- Erste Kontakte zur Initiative für eine Handwerkerschule in Kafountine2006 - der Fördermittelantrag der Projektkoordinatoren aus Kafountine, den der Verein weitergeleitet hat, wird von BENGO abgelehnt
- Beginn der Spendensammlung zum Aufbau der Grundschule in Kafountine
2003 - Baubeginn für die Mittelschule in Kafountine
2002 - Reise zum Bildungsministerium in Dakar, um die Verwaltungshürden endlich zu überwinden
- erste "Afrikanische Nacht" in Rüsselsheim
1999 - Gründung des Vereins mit Sitz in Rüsselsheim
- Aufbau der Kontakte, um die Initiative für eine Mittelschule in Kafountine zu unterstützen
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| Wie alles begann |
| Es war einfach Reiselust, die eine kleine Gruppe um Arnim Cramer bevorzugt nach West- und Ostafrika führte. Interesse an Land und Neugierde auf neue Kulturkreise, Musik und Leben kennenlernen- aber nicht aus der Sicht der Hotelgäste und Reisebusinsassen. |
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Sie nahmen den Rucksack und bewegten sich stets mit den landesüblichen Verkehrsmitteln, meist Sammeltaxen oder Busse, von Ort zu Ort. Nur so landet man immer mitten in den Dörfern und Kleinstädten, und damit bei den Menschen. So werden Kontakte überhaupt erst möglich, oder zumindest erleichtert. Sie landeten auch einmal in Kafountine, dem kleinen Küstenort im Süden des Senegal, in der Provinz Casamance. Der Erstkontakt war so nachhaltig, das sie wieder kamen - nicht wegen der Urlaubskulisse. Die gibt es wie aus dem Katalog mit endlosen Stränden, Palmen und ganzjährigen Sommertemperaturen. Sie fanden einen Platz, wo aus Bekanntschaften Freundschaften entstanden, wo sie das gegenseitige Verständnis vertiefen wollten. Dabei stets im Hinterkopf: Afrika ist der Kontinent mit den größten wirtschaftlichen und - daraus resultierend - sozialen Problemen. Das förderte die Idee zu privater Hilfe, im Kleinen, was oft gering geschätzt wird, aber konkret hilft. Und sie wollen helfen!
Die ersten Zweier- und Dreier-Reisegruppen erweiterten sich im Laufe der vergangenen vierzehn Jahre. Denn Arnim Kramer hatte die Idee zu einem Campement. Es sollte Kunja heißen...
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| Campement Kunja |
| Das Campement Kunja in Kafountine gründeten einige Vereinsmitglieder mit dem Ziel, dort eine regelmäßige Anlaufstelle zu haben und gleichzeitig Einheimischen Arbeitsplätze zu geben. |
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Arnim Cramer hatte die Idee zu einem Campement, einer kleinen Ferienanlage mit Häuschen, im landestypischen Stil gebaut, und “Kunja” getauft - “der Ort, an dem man sich trifft” (in der Landessprache). Es ist Arbeitsstätte für einige junge Einheimische, die es seit der Fertigstellung eigenständig betreiben. Bei der Modernisierung kam auch Solarenergienutzung zum Einsatz. Durch Eheschließungen kamen Senegalesinnen und Senegalesen nach Rüsselsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Wiesbaden und Frankfurt. Kontakte zu Senegalesen die hier arbeiten, studieren oder in Ausbildung sind, erweiterten den Kreis. Bekannte aus der weiteren Umgebung, von Paderborn bis Groningen und Paris, stießen dazu, als die Idee zu einer Vereinsgründung unterbreitet wurde. Dabei soll im Sinne einer entwicklungsorientierten Partnerschaft gearbeitet werden, von hier aus und vor Ort. Auch mit der französischen Partnergemeinde von Kafountine Yzeure besteht direkter Kontakt.
Das Campement Kunja besteht aus drei traditionellen, grassgedeckten Sandsteinhütten mit Mosquito-Netzen, einem Dusch/Toilettenhäuschen und einer Bar/Restaurant. Kunja bietet maximal 25 Gästen Platz. Der Transport vom oder zum Flughafen in Banjul/Gambia kann bei Interesse und genügend Vorlaufzeit zu angemessenen Preisen organisiert werde. Kunja ist ein Campement einer jungen demokratischen Republik, mit dem Willen sich nach aussen zu öffnen. Es liegt nur 5 Minuten entfernt vom ruhigen, endlos scheinenden Sandstrand. Ein 15 minütiger Spaziergang führt zum Marktplatz Kafountines, wo Früchte wie Bananen, Orangen, Mangos, Papayas und Mandarinen, sowie Erdnüsse und vieles mehr zu guten Preisen angeboten werden. Kafountine hat ungefähr zehntausend Einwohner, die meisten von ihnen sind Karouninka. Wie viele Leute im Dorf, spricht die Belegschaft des Campement französisch und/oder englisch und ist gut auf Gäste eingestellt.
Aufgrund der geographischen Lage nutzt Kafountine den Vorteil aus Agrarkultur und dem Fischfang. In Kunja´s Restaurant kann man von senegalesischer Gastronomie sprechen, die vorwiegend auf Fisch basiert und der auf verschiedene Weise zubereitet wird. Es gibt das beliebte Gericht >tie bou dien<, maffe, cus-cus mit Fisch, aber auch Fleischgerichte wie Yassa Chicken mariniert in grüner Limone. Es besteht prinzipiell die Möglichkeit zwischen europäischer und traditioneller, afrikanischer Küche zu wählen. Viele Aktivitäten wie zum Beispiel Trommel- und Tanzworkshops können auf Anfrage im Campement organisiert werden. Ausflüge mit Pirogen (flache Boote) in die nahen Mangrovenwälder des Casamance Delta und zu den beliebten Vogelinseln können bei Interesse und einem Tag Vorplanung angeboten werden. Anglern bieten die weit verzweigten Arme des Casamace Flusses, sowie diverse >bolongs< viele verschiedene Arten von Fischen, wie zum Beispiel dem Barracuda oder roten Krabben.
Bei Bedarf kann eine Fahrgelegenheit zwischen dem etwa 70 km entfernten Flughafen von Banjul/Gambia nach Kafountine organisiert werden.
Vorort bieten sich diverse Möglichkeiten an Batik- bzw. Trommelworkshops teilzunehmen. Es wohnt auch beispielsweise ein deutsch-senegalesisches Ehepaar unweit des Campement Kunja, das sich auf Künstler/innen freut, die die Ruhe in dem kleinen Anwesen zum Arbeiten nutzen wollen.
www.campement.kunja.de
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